Bouteille de Clos La Gaffelière 2025, 2ème Vin de Château La Gaffelière, Saint-Emilion Grand Cru en primeurs

Clos La Gaffelière 2025 2ème Vin de Château La Gaffelière, Saint-Emilion Grand Cru

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92 Vinum
92-93 James Suckling
92-94 Yves Beck
90 Jean-Marc Quarin

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Der Jahrgang 2025 bei La Gaffelière

Im Jahrgang 2025 setzt Clos La Gaffelière klar auf unmittelbare Trinkfreude. Die Trauben stammen überwiegend von den Hanglagen am Fuß des Coteaus — großzügiger, aber weniger nobel als das Plateau, das dem Erstwein vorbehalten bleibt. Das Ergebnis ist ein etwas dunklerer, offenerer Wein als der Grand Vin, der schneller zugänglich wird. Der inzwischen deutlich erhöhte Anteil Cabernet Franc, den Alexandre de Malet-Roquefort in den letzten Jahren konsequent ausgebaut hat, verleiht dem Wein eine florale Frische und eine gerade Linie, die den Merlot davor bewahrt, ins Marmeladige zu kippen. Die Vinifikation wird weiterhin von Derenoncourt Consultants begleitet, was sich in einem präzisen, unangestrengten Stil zeigt — passend zum agrarökologischen Kurs des Hauses mit Pflanzung von Bäumen und Hecken sowie der Zertifizierung Haute Valeur Environnementale Stufe 3.

Was Clos La Gaffelière von vergleichbaren Zweitweinen abhebt, ist die Lage und ein bewusst klassischer Stil. Der Weinberg liegt südlich des Dorfes Saint-Émilion, in unmittelbarer Nähe zu Château Canon La Gaffelière, zwischen den Hügeln von Angélus und Pavie auf typisch tonig-kalkhaltigem Boden — eine Adresse, die nur wenige Zweitweine vorweisen können. Der Hausstil ist klassisch und ausdrucksvoll, ohne Übertreibung, getragen von der Finesse im zweiten Teil des Gaumens. Man greift zu dieser Flasche, wenn man einen eleganten, lesbaren Saint-Émilion sucht, der auf Trinkfluss statt auf Demonstration setzt und keine lange Karaffierung braucht, um sich zu zeigen.

Im Glas erwartet Sie eine dunkle Robe und eine Nase aus schwarzer Kirsche, frischer Pflaume, einem Hauch süßer Gewürze und jenen floralen Noten — Veilchen, Iris —, die den reifen Cabernet Franc verraten. Am Gaumen Fleisch ohne Schwere, feine Tannine, die mehr umhüllen als beißen, und jene salzige Frische, die der Kalkstein von Saint-Émilion mitbringt. Trinkbar ab 2028-2029 zu einem Rinderrücken oder einer Entenbrust, oder zehn bis fünfzehn Jahre liegen lassen, um die Noten von Unterholz, Leder und Trüffel hervortreten zu lassen, die dieses heute noch sehr fruchtige Profil mit der Zeit veredeln.

Die Fachpresse

Fachpresse

90

Jean-Marc Quarin

April 2026

« Schwarze Farbe. Intensive Nase, mit gut reifem Fruchtcharakter, der beim Schwenken des Glases florale Nuancen gewinnt. Fülliger, schmackhafter Gaumen, mit einer leicht tannischen Entwicklung, doch das Aroma wirkt als Decke darüber. Gute, nicht ausspuckbare Länge. »
92-93

James Suckling

April 2026

« Mittel- bis vollmundig, strukturiert und ausdrucksstark, mit festen, feinkörnigen, kauigen Tanninen und tiefem Dunkelfruchtcharakter, der sich durchgängig hält, mit einem subtilen Salzton im Abgang. »
92-94

Yves Beck

April 2026

« Einladend, offenbart das Bouquet Nuancen von milden Gewürzen, frischem Holz und schwarzen Beeren. Am Gaumen zeigt der Wein einen cremigen Auftakt. Die Tannine verleihen ihm Vitalität und Struktur und harmonieren mit der knackigen Säure. Ein tonischer, geschmackvoller und anhaltender Wein. »
Château La Gaffelière

♦   Ancien Premier Grand Cru Classé B (retiré du classement en 2022)

Château La Gaffelière

Das Weingut

Château La Gaffelière: das Weingut

Gründung
1670
Rebfläche
22 ha
Eigentümer
Famille de Malet-Roquefort

Château La Gaffelière liegt zwischen den Hügeln von Ausone und Pavie südlich des Dorfes Saint-Émilion und ist eines der ältesten Familienweingüter am rechten Ufer, seit dem 17. Jahrhundert im Besitz der Familie Malet-Roquefort. Der historische Weinberg von 22 Hektar erstreckt…

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