Bouteille de Château Pavie 2025, 1er Grand Cru Classé "A", Saint-Emilion en primeurs

Château Pavie 2025 1er Grand Cru Classé "A", Saint-Emilion

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98 Jane Anson
98-100 Yves Beck

Preis folgt

Der Jahrgang 2025 bei Pavie

Der Pavie 2025 markiert einen deutlichen Wendepunkt in der Handschrift des Weinguts. Zum ersten Mal in seiner Geschichte wird Cabernet Franc zur dominierenden Rebsorte im Grand Vin, und dieser Wechsel ist im Glas sofort spürbar: Wo Pavie traditionell die Karte sonnenverwöhnter Kraft mit Merlot im Zentrum spielte, gewinnt der Jahrgang 2025 an aromatischer Höhe, Frische und Länge. Es ist zugleich der erste Jahrgang, der nach dem Tod von Gérard Perse im Juli 2025 vinifiziert wurde — das Weingut wird nun von seinem Schwiegersohn Henrique da Costa geführt, der für die familiäre Kontinuität bürgt. Die Maischestandzeit wurde bewusst verlängert, um dem Wein Zeit zu geben, den Mittelmund auszufüllen, ohne die Extraktion zu forcieren — ein Ansatz, der eine eher gezeichnete als demonstrative Eleganz unterstreicht.

Was Pavie von seinen Nachbarn an der Côte unterscheidet, ist dieses Terroir in Amphitheaterform mit drei Bodenarten in einem einzigen Block — dem Kalksteinplateau an der Spitze, den tiefen Tonen an der Hangflanke und den sandig-tonigen Böden am Hangfuss —, eine Seltenheit in Saint-Émilion. Aus dieser Mosaikstruktur ergibt sich die Doppelpersönlichkeit des Weins: ein grosszügiges, fast taktiles Fleisch und eine mineralische Spannung, die verhindert, dass die Fülle ins Schwere kippt. Pavie-Liebhaber suchen genau diese unverkennbare Handschrift — einen gemeisselten Wein, dicht und gerade zugleich, der seine Kraft auslebt, ohne die kreidige Vertikalität des Sternenkalks zu verlieren. 2025 gewinnt diese Identität dank des stärkeren Cabernet-Franc-Anteils zusätzlich an Feinheit, mit blumigem Duft und einem Tanninkorn, das man auf diesem Niveau auf dem Weingut so noch nicht erlebt hat.

Im Glas ist mit einer sehr blumigen Nase zu rechnen — Veilchen, Iris, Pfingstrose —, die sich auf frische dunkle Früchte (Brombeere, Cassis, Pflaume) öffnet, ergänzt durch milde Gewürze und einen Hauch feiner Röstaromen. Am Gaumen folgt ein seidiger, fast saliner Auftakt, der sich auf feinkörnige, dicht gewobene und doch polierte Tannine entfaltet, getragen von einer Säure, die den Wein bis in ein langes, mineralisches Finale aufrecht hält. Trinkreif wird er kaum vor acht bis zehn Jahren: Substanz und Struktur tragen ihn bequem durch die nächsten zwei Jahrzehnte, und zwischen 2035 und 2050 wird er sein volles Komplexitätsspektrum entfalten — zu einem grossen Stück Rindfleisch, einem Lammbraten mit Kräutern oder einem edlen Federwild.

Die Fachpresse

Fachpresse

La Revue du vin de France

April 2026

« Es ist das erste Mal, dass Pavie sich mit einem so hohen Anteil an Cabernet Franc (60 %) schmückt, der ihm eine zusätzliche Seele verleiht und seinen Stil mit Panache verändert. Der Unterschied zeigt sich bereits in der Nase mit einer seltenen aromatischen Finesse, Tanninen von unglaublicher Definition, die das Gesamtbild mit Anmut ausziehen, während ein strahlend leuchtendes Fruchtbild und ein frappierendes Gleichgewicht erhalten bleiben. »
98

Jane Anson

April 2026

« Duftende Apfelblüte, Iris und Veilchenblüten in der Nase, von den ersten Momenten an auf höchstem Niveau; verbindet helle Reneklodenpflaumen, Rosenstiele und einen intensiven Grip von Schiefer mit cremigeren Brombeeren, Damaszenerpflaumen und Crème pâtissière. Ein enormer Grip und Länge – dieser Wein ist auf langen Genuss ausgelegt, mit Impulsen von Austernschalen-Mineralität zum Abschluss. Brillant. Hier wurden 8 Wochen Mazerationszeit angewandt, länger als bei den meisten, da man der Ansicht war, dass die Weine etwas mehr Zeit brauchten, um sich über den mittleren Gaumen zu entfalten – und tatsächlich zeigt sich eine außergewöhnliche Expansion und Spannung. Ernte vom 15. bis 29. September, erstmals in der Ära Perse vollständig im September – und der letzte Jahrgang unter Gérard Perse. Pavie Decesse und Bellevue Mondot sind nun im Hauptwein enthalten, die ihre Kalksteinböden in den Blend einbringen, und dies ist der bislang höchste Cabernet-Anteil. »
98-100

Yves Beck

April 2026

« Mit 60 % Cabernet Franc stellt Pavie 2025 den Hausrekord des Weinguts hinsichtlich des Anteils dieser Rebsorte im großen Wein auf. Das Bouquet unterstreicht dies denn auch durch eine ungewöhnliche Frische. Diese wird durch Nuancen von schwarzen Beeren sowie eine subtile Röstnote ergänzt. Der geschmeidige und leicht salzige Antrunk betont die Fülle und Energie des Weins. Er entfaltet sich in einem Zug, ohne Haken und ohne Schwächen. Der Gaumenabgang wird von der Struktur und der Kraft der Tannine geprägt, die ideal durch eine prägnante Säure ergänzt werden, die Temperament und Frische verleiht. Ein beeindruckender Wein, sowohl durch seine Harmonie als auch durch seine Frische und Kraft. Er verfügt selbstverständlich über ein außergewöhnliches Reifepotenzial, doch auch wer ihn jung genießen möchte, wird begeistert sein! »
Château Pavie

♦   1ᵉʳ Grand Cru Classé A

Château Pavie

Das Weingut

Château Pavie: das Weingut

Gründung
1885
Rebfläche
42 ha
Eigentümer
Famille Perse · seit 1998

Château Pavie, dessen Weinberge bis in die Römerzeit zurückreichen, wurde 1885 vom Weinhändler Ferdinand Bouffard wieder zusammengeführt und 1998 von Gérard Perse erworben, der das Gut 2012 in den Rang eines Premier Grand Cru Classé A erhob. An den südöstlichen Hängen von…

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