James Suckling
April 2026
« So viel Energie in diesem Wein, mit Frische, lebhaftem Kirsch- und Himbeercharakter, feinen Tanninen und lebendiger Säure. Mittlerer Körper. »

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Der 2025er von Faugères stellt sich klar auf die Seite der Finesse statt der Wucht. Ursprünglich in einem modernen, mächtigen Stil ausgebaut, entwickeln sich die Weine des Guts Jahrgang für Jahrgang in Richtung mehr Finesse und Komplexität – und dieser Jahrgang bestätigt das mit einer gespannten Energie und einer Frucht, die eher vibriert als sättigt. Der Merlot bleibt klar tonangebend und sorgt für die Rundung, doch die Cabernets – vor allem der Cabernet Franc – bringen hier eine Spannung mit, die den Gaumen nach oben zieht statt in die Tiefe. Michel Rolland begleitet das Gut bereits seit 1992 als beratender Önologe und führt einen mittlerweile fest etablierten Stil weiter: präzise, sorgfältig, ohne jede Effekthascherei.
Was Faugères von seinen Nachbarn abhebt, ist zunächst die Lage. Das von Lehm und Kalk geprägte Terroir mit sanften Hängen profitiert von einem etwas kühleren Mikroklima, das die Lese später ansetzen lässt als im Durchschnitt der Appellation, und die Hälfte der Reben ist nach Osten ausgerichtet und genießt die kühle Morgensonne – ein wertvoller Vorteil in Zeiten der Klimaerwärmung. Im Glas heißt das: ein Saint-Émilion mit der samtigen Großzügigkeit des Merlot, der aber nie schwer wirkt, weil die kreidige Frische des Kalkplateaus die Materie stets auflockert. Der Gravitationskeller bewahrt die Geschmeidigkeit des Weins, und die gesamte Kellerarbeit ist auf sanfte Extraktion ausgelegt – daher das seidige Tanninkorn, das die Liebhaber dieses Hauses suchen.
Im Glas erwartet man eine strahlende rote und schwarze Frucht – Kirsche, Himbeere, ein Hauch Brombeere – ergänzt durch florale Noten und eine mineralische Spur, die an feuchten Stein erinnert. Der Gaumen zeigt sich mittelgewichtig, fein gezeichnet, mit feinkörnigen Tanninen und einer Säure, die belebt ohne anzugreifen. Ein Wein, der sich relativ früh zugänglich gibt, getragen von seiner jugendlichen Frucht, der idealerweise aber fünf bis acht Jahre Geduld verlangt, um sein Holz vollständig zu integrieren und tiefere Nuancen von Leder, Kakao und Unterholz preiszugeben. Über rund zwölf Jahre bedenkenlos lagerfähig, bei 16-17 °C zu rotem Grillfleisch, gebratener Ente oder einer Platte Weichkäse zu servieren.
Die Fachpresse
James Suckling
April 2026
« So viel Energie in diesem Wein, mit Frische, lebhaftem Kirsch- und Himbeercharakter, feinen Tanninen und lebendiger Säure. Mittlerer Körper. »
Jane Anson
April 2026
« Charakteristisches Aushängeschild des Weinguts, mit tintentiefer Farbe und Charakter, Pflaume, Blaubeere, Espresso – ein hochwertiger Wein mit Charakter und Nachdruck. Echtes Potenzial beim Lagern. »

♦ Grand Cru Classé de Saint-Émilion
Château Faugères
Das Weingut
Bereits 1619 von André de Faugères erkannt, ging das Anwesen über die Familien Esquissaud und Guisez 2005 an den Schweizer Silvio Denz über, der es 2012 zum Grand Cru Classé erheben ließ. Die 42 Hektar Reben in einem natürlichen Amphitheater wachsen auf einem Kalksteinplateau…
Château Faugères und alle Jahrgänge entdeckenReservieren Sie Ihren Château Faugères 2025 heute zum Subskriptionspreis. Die Flaschen werden direkt vom Schloss importiert und im ersten Halbjahr 2028 nach der Abfüllung geliefert.
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