Yves Beck
April 2026
« Welche Intensität und Subtilität in diesem Bukett! Was paradox und vor allem begeisternd erscheinen kann. Die Intensität schließt die Details nicht aus, die zahlreichen Feinheiten, die Pichon Comtesse auf pointierte Weise zur Schau stellt. Das Spiel zwischen Reife und Frische ist sehr ausgereift und lässt Platz für blumige Noten, gefolgt von Minze und einem Hauch von Garrigue, während klassische Noten von Heidelbeeren und Brombeeren. Am Gaumen ist der Wein bereits beim Antrunk imposant. Er ist üppig und präzise, hat Breite, folgt dabei aber einem sehr linearen Verlauf. Seine Tannine offenbaren sich erst spät, um ihre Leistung gezielt zu unterstreichen. Sie haben den Anspruch, den gesamten Gaumen zu leiten, ohne die Stimme erheben zu müssen. Ihre Ausstrahlung, ihre Gelassenheit genügen vollauf! Ein Wein, geprägt von seinem Terroir, von dem Ort, von den Männern und Frauen, die ihn interpretieren und formen, um eine ebenso zeitgenössische wie authentische Vision zu gestalten. Er verkörpert mit einer erstaunlichen Gelassenheit seine Identität und mit einer beeindruckenden Fähigkeit, seine Kraft sanft und ohne Aufhebens zu enthüllen, aber mit so viel Relevanz! »

